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Fachgebiet Gewaltprävention

Während die Mehrzahl von Kindern und Jugendlichen unter sozial verträglichen Bedingungen aufwachsen, wird ein Teil von ihnen zu Täter/innen oder Opfern von Gewalt. Mädchen in anderer Form als Jungen, je nach statistischer Grundlage Jungen mehr als Mädchen. Die Hintergründe dafür sind vielfältig und werden von individuellen und strukturellen Faktoren beeinflusst: Familie, Persönlichkeit, Bildung, Clique, Wohnverhältnisse. Die Rede ist von einem „Ursachenfächer“.

Gewaltprävention muss wie jede Prävention einerseits an den Ursachen von Gewalt ansetzen, andrerseits Möglichkeiten aufzeigen, wie mit Gewalt und Konflikten umgegangen werden kann. Jugendschutz bedeutet in diesem Zusammenhang, Lebensbedingungen zu gestalten und Maßnahmen zu unterstützen, die Gewalt von und gegen Kinder und Jugendliche verhindern oder mindestens verringern.

Das Ziel der Aktion Jugendschutz Baden-Württemberg ist es, Kinder und Jugendliche darin zu stärken, eigene Wege zu gehen und Konflikte gewaltfrei zu lösen. Dazu gehört auch, Mütter und Väter in ihrer Erziehungskompetenz zu stärken. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten wir in erster Linie mit Multiplikator/innen, z.B. Fachkräften in Jugendarbeit und Schule.

Unsere Aufgabe im Bereich Gewaltprävention sehen wir darin,

  • die notwendige Diskussion um Wirksamkeit von Gewaltprävention der interessierten Fachöffentlichkeit zugänglich zu machen (z.B. ajs-informationen II/2004). 
  •  die bekannten und neuen Strategien und Konzepte (interner Link) in Seminaren und Tagungen bekannt zu machen und zur Diskussion zu stellen (vgl. Jahrestagungen 2001-2002)
  • die Vernetzung zwischen Theoretiker/innen und Praktiker/innen der Arbeitsfelder Jugendhilfe, Schule, Polizei, Justiz und Sport zu fördern (vgl. Tagung 10/03). Dabei unterstützen wir in erster Linie die Kinder- und Jugendhilfe darin, ihre Position zu klären und zu stärken.
  • Fachfrauen und -männer in der Weiterentwicklung ihrer fachlichen Kompetenzen zu unterstützen (siehe „unsere Angebote“) und dies in Teams und Organisationen zu verwurzeln.
  •  Politiker/innen bei der Gestaltung der Rahmenbedingungen (Bildung, Arbeit, Stadt- und Verkehrsplanung) an ihre Verantwortung für Kinder und Jugendliche zu erinnern.

Das Angebot

  • Informationsmaterialien, Dokumentationen und andere Veröffentlichungen  
  • Weiterqualifizierung pädagogischer Fachkräfte aus Jugendhilfe und Schule durch Fachveranstaltungen (Seminare und Tagungen)
  • Begleitangebot für Einrichtungen der Erziehungshilfe
  • Unterstützung gewaltpräventiver Maßnahmen vor Ort
  • Beratung bei gewaltpräventiven Aktionen vor Ort
  • Vermittlung von Referent/innen
  • Literaturempfehlungen

Fachreferent: Lothar Wegner
Tel.: (07 11)2 37 37 14


 

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