Jahrestagung 2004

Gesundheitsförderung von Kindesbeinen an

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Die Aktion Jugendschutz beleuchtete im Rahmen ihrer Jahrestagung "Hauptsache gesund?" am 18.11.2004 das körperliche, psychische und soziale Befinden von Kindern und Jugendlichen

In Vorträgen, Workshops und Praxisbeispielen fanden die rund 500 Teilnehmer/innen vielfältige fachliche Informationen und Impulse für eine erfolgreiche Gesundheitsförderung in Kindertageseinrichtungen, an Schulen sowie in Einrichtungen der Jugendhilfe und Familienbildung.

"Prävention muss möglichst früh einsetzen. Bereits im Elementarbereich muss die Chance genutzt werden, eine gesundheitsorientierte Lebensweise in den gesamten Tagesablauf von Kindertageseinrichtungen einzubetten. Außerdem besteht hier die Chance, Eltern aller sozialen Schichten zu erreichen und im eigenen gesundheitsgerechten Verhalten zu unterstützen", lautete ein Fazit von Dr. Ursula Pfeiffer, Vorsitzende der Aktion Jugendschutz.

 Auf einen weiteren wichtigen Lebensabschnitt von Kindern und Jugendlichen, die Schulzeit, ging Prof. Dr. Klaus Hurrelmann ein. "Die Schule ist der Arbeitsplatz der Schülerinnen und Schüler und somit eines ihrer wichtigsten Erlebnis- und Erfahrungszentren. Gesundheits- und Bewegungsförderung gehören deshalb in jedes Fach und in das gesamte Schulwesen hinein. Die Themen Bewegung, Ernährung, Drogen, Stress und Selbstdarstellung müssen in unterschiedlichen Fächern angesprochen und diskutiert werden", so die Kernforderungen des Bielefelder Gesundheitsexperten.

Einig waren sich alle Expert/innen: "Kinder und Jugendliche brauchen ‚soziales Kapital‘, um gesund zu bleiben. Sie benötigen jemand, der sich um sie kümmert, der merkt, wenn es ihnen nicht gut geht, auch wenn sie es selber nicht sagen können oder wollen. Sie brauchen eine gute Beziehung zu den Eltern und deren Unterstützung. Sie brauchen ihre Freunde und sie brauchen die Zuwendung ihrer Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer. Dieses ‚soziale Kapital‘ ist der beste Schutzfaktor", fasste ajs-Geschäftsführerin Elisabeth Gropper die Ergebnisse der Tagung zusammen.

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