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ajs-informationen 3/2009 Macht und Ohnmacht in der Pädagogik
Macht und Ohnmacht sind zwei Seiten einer Medaille. Erziehende tun, was in
ihrer Macht steht, um Kinder und Jugendliche zu unterstützen und zur
Verbesserung ihrer Lebensbedingungen beizutragen. Zeigen diese Widerstand, kann
erzieherische Macht "kippen": es kommt zu einem Fehlverhalten der Erwachsenen in
Form von Übergriffen, Grenzverletzungen und Kränkungen. Doch auch Erziehende
können sich ohnmächtig fühlen, wenn sie nicht mehr weiter wissen, wenn sie sich
und die geltenden Regeln nicht "durchsetzen" können.
In Erziehung und Bildung sind Macht und Ohnmacht gleichermaßen präsent. Sie
zeigt sich dort nicht allein als individuelle Macht, sondern auch in Strukturen.
Bei einer Reflexion über Macht und Ohnmacht stellen sich die Fragen: Wie kann
der Wille zur Macht in eine pädagogische Auseinandersetzung verwandelt werden?
Welche Regeln gelten beim Spiel um Macht und Ohnmacht? Und: Bewusste Machtfülle
bei Gewaltfreiheit – wie passt das zusammen? Antworten auf diese Fragen haben
pädagogische Fachkräfte und Wissenschaftler bei der ajs-Jahrestagung im Juli
2009 gesucht, die wir in diesen ajs-informationen dokumentieren.
Prof. Dr. Klaus Wolf, Universität Siegen Ist Erziehung ohne Zwang
und Gewalt möglich?
Prof. Dr. Cornelia Helfferich, Evangelische Hochschule
Freiburg Wer darf mit wem was machen? Macht und Ohnmacht
aus der Perspektive jugendlicher Interaktionssysteme
Die Beiträge aus der Praxis setzen sich mit der Asymmetrie in der
pädagogischen Beziehung auseinander. Sie zeigen, was Schule und Einrichtungen
der Jugendhilfe tun können, damit die Fachkräfte diese Asymmetrie pädagogisch
wertvoll nutzen können und so Kinder und Jugendliche für die Zukunft
"ermächtigten".
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ajs-informationen 2/2009 Partizipation - Mehr als ein Spielwiese?!
Partizipation ist ein Thema, das aus unserer Sicht mehr Beachtung verdient.
Die rechtlichen Grundlagen bilden das KJHG (insbes. §8) und die
UN-Kinderrechte-Konvention (insbes. §12), die Deutschland zumindest
eingeschränkt ratifiziert hat. Die Vorgabe lautet: Kinder und Jugendliche sind
"junge Mitglieder" einer demokratischen Gesellschaft, ihre Beteiligung an
Entscheidungen, die sie betreffen, ist unverzichtbar. In den letzten Jahren wird
Partizipation in der Fachöffentlichkeit – wieder – verstärkt diskutiert. Hat
sich dadurch die Praxis verändert?
- Axel Pohl
Warum fragen Sie nicht jemanden, der etwas davon
versteht? Kommunale Partizipationsansätze zwischen tatsächlicher
Beteiligung und bürgerschaftlicher Kosmetik
- Liane Pluto
Partizipation in den Hilfen zur Erziehung
Produktive Irritationen
Praxisbeispiele zu den Möglichkeiten von demokratischer Schul-Kultur im
Ammertal (bei Böblingen) sowie in Schweden und die Anwendung des hierzulande
noch recht unbekannten "Familienrats" als viel versprechendes
Beteiligungsinstrument bei schwierigen Entscheidungen des Jugendamts.
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ajs-informationen 1/2009 Unter anderen? Interkulturelle Lernprozesse
Interkulturelle Öffnung oder interkulturelle Kompetenz sind Schlagworte
unserer Zeit. Wie pädagogische Fachkräfte und Institutionen sie entwickeln
können, war Thema der Jahrestagung 2008.
Diese Ausgabe der ajs-informationen dokumentieren die Beiträge dieser
Tagung:
50 Jahre Zuwanderung - und kein bisschen weise? fragt
Prof. Dr. Franz Hamburger(Universität Mainz) und spannt in
seinem Beitrag einen weiten Bogen, in dem er historische, politische und
pädagogische Aspekte verknüpft. Unabdingbar ist, aus seiner Sicht, dass sich
Deutschland zum Einwanderungsland erklärt. Nur dann können auch die
Migrant/innen und ihre Kinder die Hinwendung zu ihrem Einwanderungsland
vornehmen.
Dr. Iman Attia (Berlin) und Andreas
Foitzik (Tübingen) führen einen Dialog Zum reflektierten
Umgang mit "Kultur" in der Pädagogik. Sie kritisieren die Aufspaltung
in "Wir und die anderen" – es geht vielmehr darum, im Spannungsverhältnis von
Differenz und Macht Reflexionsprozesse zu fördern, Potenziale auszuschöpfen und
Handlungsmöglichkeiten zu erweitern. Interkulturelle Kompetenz bedeutet für sie
die kritische Reflexion von eigenen Bildern und Wahrnehmungsstrukturen, die ein
"(An-)Erkennen" behindern.
Die Themen der Foren:
- Verschieden sein - Gewinn für alle?
Interkulturelle
Öffnung in Schule und Jugendhilfe
- Erziehung in zwei Welten?
Elternarbeit im
interkulturellen Kontext
- An- oder Ausgeschlossen?
Integrationspotenziale von
Medien
- Gesundheit – (k)eine Frage der Herkunft?
Psychische
Entwicklung von Migrantenkindern und -jugendlichen
- Born to be wild?
Migrantenjungen und ihre
Männlichkeitsbilder
Die Inhalte der Foren werden kurz skizziert und durch Statements der
teilnehmenden Referent/innen dokumentiert.
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ajs-informationen 3/2008 Selbstverletzendes Verhalten
Selbstverletzendes Verhalten ist eine Möglichkeit, Probleme zu lösen,
wenngleich eine destruktive. Bei genauerer Betrachtung der Symptomatik werden
verdeckte oder verschwiegene Nöte der Betroffenen sichtbar: Ängste und großer
innerer Druck, verdrängte, oft stark negative Gefühle oder eine unerträgliche
innere Ambivalenz. Häufig gehen diese Spannungszustände auf traumatische
Erlebnisse wie sexuelle Gewalterfahrung oder andere frühe Verletzungen
zurück.
Selbstverletzendes Verhalten wird in dieser Ausgabe der ajs-informationen aus
psychologischer und geschlechtsspezifischer Perspektive erklärt. Ursachen und
Dynamik der zugrunde liegenden seelischen Spannungszustände werden erläutert,
Möglichkeiten der Prävention und Intervention werden skizziert.
- Jürgen Killus
Selbstverletzendes Verhalten
- Dagmar Preiß, MädchenGesundheitsLaden e.V.,
Stuttgart
Perspektiven für Mädchen bei selbstverletzendem und
aggressivem Verhalten
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ajs-informationen 2/2008 Härter durchgreifen? Zur Debatte über die Verschärfung des Jugendgerichtsgesetzes
Brauchen wir ein schärferes Jugendstrafrecht? Wird dadurch Kriminalität von
Jugendlichen eingedämmt? Steigt die Jugendkriminalität wirklich? Was bringt
Gewalttäter/innen herunter von "der schiefen Bahn"? Und wie sieht der Beitrag
von Jugendhilfe und Schule aus: Wie werden Kinder und Jugendliche darin
unterstützt, sich in die Gesellschaft zu integrieren, Interessen durchzusetzen
und Regeln anzuerkennen? Mit diesen Fragen befasst sich die vorliegende Ausgabe
der ajs-informationen.
Sie finden in dieser Ausgabe je einen Artikel aus kriminologischer,
pädagogischer sowie juristischer Perspektive. Außerdem werden anhand von drei
praktischen Beispielen Möglichkeiten der Prävention von Gewalt wie auch der
Intervention bei straffällig gewordenen Jugendlichen dargestellt.
- Prof. Dr. Wolfgang Heinz, Universität Konstanz
Härtere
Sanktionen im Jugendstrafrecht = weniger Jugendkriminalität! Stimmt diese
Gleichung?
- Christian von Wolffersdorff, Universität Leipzig
Abschied von
der Resozialisierung - Über die Sehnsucht nach Disziplin, Erziehungscamps und
die Verachtung für "Kuschelpädagogen"
- Bernd Klippstein, Staatsanwaltschaft Freiburg
Erziehen statt
einsperren - Zuwendung statt Strafe Der mögliche Beitrag der Strafjustiz
zum adäquaten Umgang mit Täter/innen
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Außerdem zu diesem Thema:
Freiheitsentzug als Mittel der Erziehung – damals und
heute Prof. Dr. Christian von Wolffersdorff Mitschnitt/O-Ton aus der Tagung "Wegsperren.
Freiheitsentzug bei jungen Menschen" 16.-18. Januar 2009 in der
Evangelischen Akademie Bad Boll
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ajs-informationen 1/2008 Völlig losgelöst? Jugend - Medien - Kultur
Jugendliche Mediennutzung kennen zu lernen, ganz bewusst möglichst
unvoreingenommen verschiedene Facetten jugendlicher Mediennutzung zu betrachten,
dies waren die Ziele der Jahrestagung 2007 der Aktion Jugendschutz.
Diese Ausgabe der ajs-informationen dokumentiert die Beiträge der Tagung:
PD Dr. Waldemar Vogelgesang, Fachbereich Soziologie,
Universität Trier, skizziert die eigenwillige Mediennutzung von Jugendlichen und
die Kompetenzen, die sich Jugendliche dabei in unterschiedlichen Szenen
aneignen.
Ulrike Wagner, JFF – Institut für Medienpädagogik in
Forschung und Praxis (München), zeigt, wie Jugendliche ihre eigenen Wege durch
die konvergente Medienwelt finden. Sie beschreibt dabei, dass die Zugangsweisen
und unterschiedlichen Nutzungsformen abhängig sind vom sozialen Hintergrund und
von der Bildung der Heranwachsenden.
Die Themen der Foren:
- Learning by doing?
Digitale Medien – eine Chance für
Bildungsprozesse in Schule und Jugendarbeit
- Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser?
Normen und Regeln im
Netz
- An- oder ausgeschlossen?
Vernetzung als Lebensprinzip
- World of Warcraft und Second Life
Virtuelle Welten und ihre
Faszinationskraft
- Top Models und coole Macker?
Gender-Inszenierungen in den
Medien
Die Inhalte der Foren werden kurz skizziert und durch Statements der
teilnehmenden Referent/innen dokumentiert.
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der gesamten ajs-informationen 1/2008 (985 KB).
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ajs-informationen 3/2007 Jugend und Alkohol
Der Umgang junger Menschen mit Alkohol steht wieder verstärkt im Blickpunkt
der öffentlichen Diskussion. Was sich beim Alkoholkonsum Jugendlicher in den
letzten Jahren verändert hat und was die Fachwelt diskutiert, erfahren Sie
in diesen ajs-informationen im November 2007.
Hauptartikel
Uwe Fischer, Zentrum für empirische pädagogische
Forschung (zepf), Universität Landau „Risiko“ – Reflexionen über
einen negativ besetzten Begriff in der Prävention Download des Artikels
(76 KB)
Dr. Michael Klein, Katholischen Fachhochschule Nordrhein-Westfalen,
Abtlg. Köln, Leiter der dortigen Kompetenzplattform
Suchtforschung Risikoverhalten und Risikokompetenz Jugendlicher im
Umgang mit Suchtmitteln
Emmanuel Kuntsche, Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere
Drogenprobleme (SFA) in Lausanne, Forschungsabteilung Alkoholkonsum und
Gewaltverhalten im Jugendalter – Ein Überblick zu Theorien und
Forschungsarbeiten und Empfehlungen für die Prävention
Heidie Kuttler, Villa Schöpflin – Zentrum für
Suchtprävention (bwlv) "Wer trinkt sich ins Krankenhaus?" Auszug
aus: Alkoholprävention mit HaLT – Erfahrungen und Ergebnisse Hier
finden Sie die wesentlichen Ergebnisse aus mehr als 500 Fragebögen von
Jugendlichen, die meisten in Zusammenhang mit einer stationär behandelten
Alkoholintoxikation. Download
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ajs-informationen 2/2007 Kinder und häusliche Gewalt
Eine Besorgnis erregende Anzahl von Kindern ist durch Gewalt in der
Elternbeziehung belastet. Dies wirkt sich negativ auf ihre Entwicklung, auf ihre
Schulleistungen, auf ihr Verhalten und auf ihre soziale Integration aus.
Fachleute in Erziehungs-, Betreuungs- und Bildungsinstitutionen setzen sich
zunehmend mit der Aufgabe auseinander, einen Beitrag zur Unterstützung von
Mädchen und Jungen zu leisten, deren Kindheit durch Gewalt in der
Elternbeziehung überschattet ist.
Prävention von häuslicher Gewalt geschieht durch Enttabuisierung dieser
versteckten Form von Gewalt, durch Sensibilisierung der Fachkräfte und durch die
Entwicklung von angemessenen und gut erreichbaren Hilfeformen.
Dr. Corinna Seith skizziert aufgrund der Ergebnisse einer Studie im Kanton
Zürich, ob und mit wem betroffene Kinder über die Gewalt in der Familie
sprechen, warum dies so ist und welche Möglichkeiten insbesondere die Schule
hat, um das Gesprächstabu weiter abzubauen.
Je früher betroffene Kinder therapeutische Begleitung bekommen, desto größer
sind die Chancen, traumatische Gewalterlebnisse zu verarbeiten und Folgeprobleme
zu überwinden. Eine Möglichkeit dafür ist die "Arbeit am Tonfeld®". Anschaulich
beschreibt Karin Kirschmann ihre Arbeit mit dieser Methode. Sie gibt auch
Anregungen, wie Fachkräfte im Kindergarten traumatisierte
Kinder unterstützen können.
Dr. Corinna Seith
Hilfesuche bei häuslicher Gewalt aus Sicht von Kindern und
Jugendliche- Ergebnisse einer quantitativen Befragung unter Berücksichtigung von
Geschlecht, Alter und kultureller Herkunft Download des Artikels
(145 KB)
Karin Kirschmann Arbeit am Tonfeld® Hilfe für
traumatisierte Kinder
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ajs-informationen 1/2007 Jugendarbeitsschutzgesetz
Trotzdem im Jahr 2006 die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge
gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist, bleibt die Ausbildungs- und
Arbeitsmarktsituation für Jugendliche ausgesprochen schwierig. Ist eine
Novellierung des Jugendarbeitschutzgesetzes notwendig, um jungen Menschen unter
18 Jahren den Weg in die Ausbildung - insbesondere im Dienstleistungsbereich -
zu erleichtern?
Nach einem Abriss zur Geschichte des Jugendarbeitsschutzgesetzes diskutieren
die Autoren des ersten Hautpartikels diese Frage aus unterschiedlichen
Perspektiven.
Hans Jürgen Schlösser und Michael Schuhen
Jugendarbeitsschutz - ein Hemmschuh für Jugendliche in neuen
Dienstleistungsstrukturen? Ein Standpunkt zur angestrebten
Novellierung des Jugendarbeitsschutzgesetzes Download des
Artikels (124 KB)
Durch den Blick auf die Kinderarbeit im globalen Süden und die Bewegungen der
arbeitenden Kinder eröffnet Ina Nnaji ungewohnte und neue Perspektiven zum Thema
Kinderarbeit. Würdige Arbeit ist nach ihrer Meinung für Kinder eine Chance zu
gesellschaftlichen Partizipation sowie eine Möglichkeit der
Kompetenzerweiterung.
Ina Nnaji Müssen Kinder vor Arbeit geschützt werden? Ein
Blick auf die Kinderarbeit im globalen Süden und die Bewegung der arbeitenden
Kinder
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