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ajs-informatinen 2/2011 Suchtprävention


Süchte und Suchtprävention entstehen und entwickeln sich immer in Beziehung zu gesellschaftlichen Entwicklungen. In einem Positionspapier der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. ist zu lesen, dass die missbräuchliche Einnahme von Arzneimitteln bis zum Jahr 2006 nahezu ausschließlich geschah, um eine dämpfende oder euphorisierende Wirkung sowie veränderte Realitätswahrnehmungen und -erlebnisse zu erzielen. Später erfolgte sie dann aber auch, um Anpassungen an reale oder subjektiv empfundene Anforderungen zu bewirken, die aus gesellschaftlich bedingtem Streben nach optimierter Leistungsfähigkeit resultieren. Heute werden mit dem Überbegriff Neuro Enhancement - auch Gehirndoping genannt - Präparate beschrieben, die die geistige Leistungsfähigkeit steigern, das Gedächtnis und die Konzentration fördern wie auch die Fähigkeit, Aufgaben des Alltags zu bewältigen. Die Mittel werden weltweit sowohl von Erwachsenen als auch von Kindern und Jugendlichen genutzt, obwohl sie abhängig machen

Klaus E. Harter
30 Jahre Suchtprävention Rückblick – Einblick – Ausblick

Gerald Koller
Risikokompetente Suchtprävention
Voraussetzung und Wegbegleitung für Jugendliche, Rausch- und Risikobalance zu entwickeln

Corinna Ehlert
Suchtprävention in der Schule

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ajs-informationen 1/2011
Kooperation mit Migrantenorganisationen


Bereits kurz nach der Anwerbung der ersten "Gastarbeiter" Mitte der Fünfziger Jahre gab es Migrantenorganisationen (MOs) in Baden-Württemberg. Sie gehören seit Langem zum Alltag in der Einwanderungsgesellschaft, und für viele Träger sozialer Arbeit ist die Kooperation mit ihnen auf lokaler Ebene selbstverständlich. 2007 nahm ihre Bedeutung durch den Nationalen Integrationsplan noch zu.

Neben dem Gewinn gibt es zugleich Berührungsängste und Unsicherheiten hinsichtlich Kooperationen bei pädagogischen Fachkräften. Die öffentlichen Debatten um türkischen Ultranationalismus oder Islamismus haben ihre Spuren hinterlassen. Die Minderheit der extremismus- und gewaltaffinen Jugendlichen mit der Gesamtheit gleichzusetzen, wäre eine unseriöse Verzerrung. Stattdessen könnte überlegt werden, wie sich einheimische Vereine und Verbände für Migrantenjugendliche öffnen können, wie Dialog und Transparenz zu Kooperation führen.

Jutta Goltz
Migrantenorganisationen als Bildungsakteure: zwischen Empowerment und Funktionalisierung

Gari Pavkovic
Migrantenorganisationen als Kooperationspartner im Stuttgarter Bündnis für Integration

Claudia Dantschke
Muslimische Jugendszenen: Organisationen und Strukturen

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ajs-informationen 3/2010
Blick über den Tellerrand - Kinder- und Jugendschutz in Europa


In der Europäischen Union leben derzeit 96 Millionen Menschen zwischen 15 und 29 Jahren. Mehr als ein Drittel davon sind als NEETs zu bezeichnen: "Not in education, employment or training". Alle europäischen Länder stehen also in der Praxis von Jugendschutz, Jugendhilfe und Jugendarbeit vor ähnlichen Herausforderungen. Daher lohnt der "Blick über den Tellerrand", denn der Blick auf unterschiedliche Zugänge und Problemlösungen in anderen europäischen Ländern bringt immer auch neue Aspekte für die eigene Praxis.

René Bendit
Was tut die Politik für die Jugend in Europa? Jugendpolitiken im europäischen Vergleich

Seddik Bibouche
Von anderen lernen? Integration von benachteiligten Jugendlichen im europäischen Vergleich

In den Beiträgen aus der Praxis für die Praxis finden Sie Informationen zu Arbeitsansätzen und Projekten aus den Bereichen Suchtprävention, Jugendmedienschutz, Interkulturelle Pädagogik und Sexualpädagogik. Die Auseinandersetzung mit dem Kinder- und Jugendschutz in Europa soll mit dieser Jahrestagung nicht zu Ende sein: In der neuen Rubrik "Blick über den Tellerrand" möchten wir Sie zukünftig über interessante Projekte oder Tagungsangebote aus anderen europäischen Ländern informieren.

Den Strukturen, Zielsetzungen und thematischen Schwerpunkten nationaler Jugendpolitiken widmet sich Teil 2 des Artikels, den Sie in den ajs-informationen III/2010 finden. Er stellt Merkmale von „good practices“ der Integration für besonders benachteiligte Jugendliche in verschiedenen Ländern vor.

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Weitere Downloads in Ergänzung zur Druckversion:

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ajs-informationen 2/2010
Gemeinsam unterwegs - Wie Familien und Pädagogik Resilienz fördern


Das Familienleben in unserer Gesellschaft wandelt sich stark. Dazu tragen verschiedene Faktoren bei: die veränderten Bedingungen in der Arbeitswelt wie Mobilitäts- und Flexibilitätsanforderungen, unterschiedliche Familienkonstellationen, der Rollenwandel von Frauen und Männern, ein neues Verständnis von Erziehung und damit einhergehend ein verändertes Verhältnis zu Kindern.

Für Familien ist es nicht leicht, diese Neuerungen zu bewältigen. Zugleich haben sie ein großes Potenzial und zeigen viel Eigeninitiative, um mit den Herausforderungen zu Recht zu kommen. Notwendig ist dazu allerdings auch die Unterstützung des Umfelds und der Gesellschaft. Familien und pädagogische Fachkräfte können zusammen arbeiten, um die Resilienz von Kindern, ihre Widerstandskraft in Krisen, zu fördern.

Dr. Michaela Schier, Deutsches Jugendinstitut München
Erwerbsarbeit und Familie wandeln sich
Neue Anforderungen an die Gestaltung von Familie und Geschlechterarrangements
Die ausführliche Literaturliste finden Sie hier...

Elisabeth Helming, Deutsches Jugendinstitut München
Familie und Erziehung heute:
Im Spannungsfeld von Aushandlung, Verunsicherung und wachsender Familienarmut
Die ausführliche Literaturliste finden Sie hier...

In der Rubrik "Aus der Praxis für die Praxis" finden Sie bekannte und neuere Programme, die entwickelt wurden, um die Beziehungen von pädagogischen Fachkräften, Kindern und Eltern als Ressource wahr zu nehmen. Beispiele sind unter anderem  PRIK – Prävention und Resilienzförderung in Kindertageseinrichtungen aus Freiburg oder EFFEKT© – Entwicklungsförderung in Familien, Eltern und Kinder Training – aus Erlangen/Nürnberg.

Übersicht über Prävention und Reslienzförderung.

Die Literaturliste zum Beitrag "Entwicklungsförderung in Familien - Das Eltern- und Kindertraining EFFEKT und dessen Weiterentwicklungen" finden Sie hier...

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ajs-informationen 1/2010
Computerspiele


Computerspiele bleiben in der Diskussion: als Kulturgut, als anspruchsvolle Freizeitbeschäftigung, die Kompetenzen wie Auge-Hand-Koordination oder das Durchdenken und Lösen komplexer Probleme fördert, Computerspiele als E-Sport, der ernsthaft und manchmal organisiert wie im Sportverein betrieben wird – das sind die Aspekte auf der eine Seite. Auf der anderen Seite werden die problematischen Gesichtspunkte der Spiele angeführt: die Vorliebe, vor allem der Jungs, für Kampfspiele, verbunden mit der Frage, ob damit gewalttätiges Verhalten trainiert wird, Computerspiele als Zeitfresser und neuerdings die Gefahr einer möglichen Computerspielsucht. Die Auseinandersetzung um digitale Spiele wird dabei nach wie vor teilweise sehr aufgeregt und emotional geführt.

Diese Ausgabe der ajs-Informationen widmet sich daher den derzeitigen Fragestellungen zu Computerspielen.

Christoph Klimmt, Universität Mainz
Computerspiele: der lange Weg zum realistischen Umgang mit dem neuen Unterhaltungsmedium Nummer eins

Dr. Tanja Witting, Fachhochschule Köln
Wie Computerspiele beeinflussen

In der Rubrik "Aus der Praxis für die Praxis" skizziert Verena Weigand den aktuellen Stand zur Alterskennzeichnung bei Online-Spielen, Herbert Rosenstingl stellt den österreichischen Ansatz einer Positivprädikatisierung vor, die Kolleginnen der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen präsentieren ihr Projekt "Lan-Partys für Eltern" und Christa Niemeier diskutiert die Frage  "computerspielsüchtig oder nicht?".

Die ungekürzte Version des Artikels von Dietmar Winter
"BEN X" – Flucht in virtuelle Welten, können Sie hier lesen.

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