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Interkulturelle Pädagogik

Interkulturelle Kompetenz ist ein Teilaspekt des Bündels "soziale Kompetenzen". In den letzten Jahren wurde dieser Kompetenz eine immer größere Bedeutung zugeschrieben, als "Schlüsselkompetenz" in einer globalisierten Welt.

Einer gängigen sozialwissenschaftlichen Definition zufolge meint interkulturelle Kompetenz die kompetente Kommunikation und Interaktion in der Einwanderungsgesellschaft. Für den Bereich der Pädagogik bedeutet das: Angehörige der Mehrheitsgesellschaft können kompetent mit denen der Minderheitsgesellschaft umgehen. Die Kompetenz zeigt sich etwa in Wertschätzung – statt Abwertung –, in offenen Zugangsweisen zu Individuen – statt fester kultureller Zuschreibungen. Die Dominanz der eigenen Sichtweise wird zu Gunsten der Perspektive des Gegenübers relativiert und unter Umständen aufgegeben. Das Aushalten-können von Uneindeutigkeiten, Irritationen und Widersprüchen ist wesentlicher Bestandteil Interkultureller Kompetenz.

Sich diese Haltung anzueignen und sie umzusetzen erfordert Selbstreflexivität. Umstritten ist, welches Mindestmaß an Wissen (über andere Kulturen) die Qualität Interkultureller Kompetenz ausmacht. Unbestritten ist: persönliche Fähigkeiten verbinden sich mit fachlichen.

An diese Überzeugung knüpfen die Trainingsseminare der ajs an. Über aktivierende Methoden wie z.B. Rollenspiele wird die Reflexion eigener Haltungen und Ansichten erleichtert. Von den Teilnehmer/innen eingebrachte Konfliktepisoden werden auf ihren „interkulturellen Gehalt“ hin untersucht. Die Trainings begreifen wir als Anfang oder Baustein eines fortwährenden individuellen Lernprozesses.

Unser Ansatz konzentriert sich auf die Beziehung von professionellen Pädagog/innen zu Kindern/Jugendlichen. Mit Gewaltprävention hat er insofern zu tun, als anerkennende Kommunikation und Interaktion von Sozialpädagog/innen, Lehrer/innen und Erzieher/innen entscheidend zu einem Klima der Wertschätzung – statt ungewollter Abwertung oder Ausgrenzung – beitragen.

Das Angebot

  • Informationsmaterialien, Dokumentationen und andere Veröffentlichungen
  • Beantwortung von Anfragen, Empfehlung von Referent/innen
  • Tipps und Literaturhinweise
  • Qualifizierung pädagogischer Fachkräfte aus Jugendhilfe und Schule durch Fachveranstaltungen (Seminare, Tagungen, berufsbegleitende Weiterbildungen)
  • Unterstützung gewaltpräventiver Maßnahmen vor Ort
  • Bereitstellung und Vermittlung von Material für die interkulturelle pädagogische Arbeit

Information:
Lothar Wegner, Tel. (07 11) 2 37 37 14

 


 

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+++ News +++

Leitfaden für Schulen zum Umgang mit Zwangsverheiratungen

Ein neuer Leitfaden der Bundesregierung soll Lehrkräfte an Schulen in Deutschland im Umgang mit dem Thema Zwangsverheiratungen sensibilisieren. Der Leitfaden soll das Schulpersonal darauf vorvereiten, das Thema Zwangsheirat in der Schule zu thematisieren, Warnsignale für eine mögliche Bedrohung durch Zwangsheirat werden benannt ebenso wie konkrete Tipps und Handlungsempfehlungen.

Mehr Informationen, Download und Bestellmöglichkeit




ajs-Pilot-Projekt im Ehrenamtportal des Landes Baden-Württemberg

Das Angeobt "Interkulturell denken - lokal handeln" in Buchen/Odenwald wurde als "Best-Practice-Projekt" ins Ehrenamtportal des Landes Baden-Württemberg aufgenommen.

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