Fachgebiet Sexualpädagogik
Sexualerziehung begleitet Jugendliche beim Entdecken des eigenen Körpers, der
sexuellen Lust sowie bei der Entwicklung partnerschaftlicher Beziehungen.
Sie knüpft die Lebensplanung von Mädchen und Jungen an und bezieht
dabei selbstverständlich Aspekte der Genderforschung mit ein. Der Schutz vor
ungewollter Schwangerschaft und vor sexuell übertragbaren Krankheiten ist ebenso
ein wichtiges Anliegen in diesem Arbeitsbereich.
Sexuelle Gewalt ist Gewalthandeln. Der Schutz vor sexueller Gewalt war schon
immer ein Ziel der Sexualpädagogik. Selbstbewusste und gut
informierte Kinder haben bessere Chancen, sexueller Gewalt zu entgehen und
nicht zum Opfer zu werden. Allerdings darf sich Prävention von sexueller Gewalt
nicht nur an Kinder und Jugendliche, sondern muss sich auch an Eltern und
Pädagog/innen wenden. Dazu sind die Vernetzung der Fachleute, wie auch die
ständige Weiterentwicklung von Standards in der Prävention notwendig.
Aktuell ist die Nachfrage nach Handlungsmöglichkeiten für
Erzieher/innen bei sexuellen Übergriffen unter Kindern.
Hier finden Sie dazu ein Kompaktwissen der ajs.
Jugendliche sexuelle Misshandler finden in der Praxis der
Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen und Jugendhilfeangeboten noch viel zu
selten geeignete pädagogisch-therapeutische Begleitung. Die "Kontakt- und Ideenbörse" und weitere Fortbildungsangebote unterstützen Interessierte beim Aufbau
von Angeboten.
Unter "Grauzonen im Netz" fanden verschiedene Fachtagungen
statt, die es sich zum Ziel gesetzt haben über das Ausmaß von sexueller Gewalt durch die neuen Medien
zu informieren und Gegenstrategien bekannt zu machen. Dazu gehört auch der
Fachtag "Jugendsexualität und Pornografisierung" vom April
2008.
Aktuell gefragt ist die interkulturelle Sexualerziehung. Die meisten Kinder wachsen in
multikulturell gemischten Gruppen auf. In der heute vorherrschenden Kultur der
Verhandlungsmoral geht es darum, Mädchen und Jungen die Fähigkeit zu vermitteln
Unterschiede als Chance zu erkennen, jedoch auch die Grenzen zu akzeptieren, die
zu dieser konstruktiven Haltung erforderlich sind.
Das Angebot
Fachreferentin: Bernhild Manske-Herlyn,
Tel. (07 11) 2 37 37 13
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