Fachgebiet Suchtprävention
Ziele, Ansätze und Methoden der Suchtprävention haben sich in den letzten
vier Jahrzehnten konstant weiterentwickelt: Ein Paradigmenwechsel von der
abschreckungsorientierten Drogenprävention zur ursachenorientierten
ganzheitlichen Suchtprävention rückt die protektiven Faktoren in den
Mittelpunkt.
Heute wird Suchtprävention als Teil der Gesundheitsförderung definiert. Sie
hat zum Ziel,
- einen gesunden Lebensstil zu fördern und
- den schädigenden Konsum und den Missbrauch von Suchtmitteln zu
verhindern.
Legale und illegale psychotrope Substanzen werden dabei ebenso berücksichtigt
wie süchtige Verhaltensweisen (z.B. Spielsucht, Essstörungen).
Individuelle und strukturelle Ressourcen werden vorrangig und möglichst
frühzeitig gefördert.
Verhaltensprävention: Auf der individuellen Ebene
sollen junge Menschen darin unterstützt werden, Lebenskompetenz zu entwickeln.
Schutzfaktoren, wie z.B. Beziehungs-, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit
sollen gestärkt werden.
Verhältnisprävention: Verhaltensprävention muss
ergänzt werden durch strukturelle Maßnahmen, deren Zielsetzung eine stetige
Verbesserung der sozialen, ökologischen und ökonomischen Strukturen ist, um
gesundheitsförderliche Lebensbedingungen zu festigen bzw. zu schaffen.
Methodische Differenzierung: Wirksame
Suchtprävention setzt auch eine Differenzierung des Ansatzes im Hinblick auf die
individuelle Lebenslage der Adressatinnen und Adressaten voraus. Der
sozioökonomische Status und soziokulturelle Hintergrund erfordern ebenso wie
Alter und Geschlecht spezifische Konzepte und Methoden.
Obgleich Suchtprävention für alle Lebensalter von Bedeutung ist, liegt der
Schwerpunkt unserer Arbeit natürlich bei Kindern und Jugendlichen und damit
auch bei Eltern sowie pädagogischen Fachkräften.
Das Angebot
- Fachveranstaltungen und Fortbildungen
- Publikationen wie Arbeitshilfen und
ajs-Kompaktwissen zur themenbezogenen Information
- Fachliche und konzeptionelle Beratung für Multiplikator/innen in
schulischen und außerschulischen Arbeitsfeldern
- Hinweise auf Fachliteratur
- Unterstützung bei der Suche nach Referent/innen
- Vernetzungsangebote und Vermittlung von Kooperationspartner/innen
vor Ort
- Weitergabe von Adressen regionaler bzw. überregionaler Fach- und
Beratungsstellen
Fachreferentin: Barbara Tilke, Tel. 07 11/2 37 37
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