Medienpädagogische Konzeption für die Hilfen zur Erziehung

Die Digitalisierung der Gesellschaft hat bedeutsame Auswirkungen auf unseren Alltag, unsere Kultur und die Sozialisationsbedingungen von Kindern und Jugendlichen. Die selbstverständliche Nutzung mobiler Medien durch Heranwachsende schafft neue Chancen und Herausforderungen, denen pädagogische Fachkräfte begegnen müssen. Dabei stehen der Zugang zu Informationen, die Kommunikation mit und in den sozialen Medien sowie der Schutz von Daten und Privatsphäre im Fokus.

Alle Kinder und Jugendlichen haben ein Recht auf digitale Teilhabe! Nur so ist gewährleistet, dass sie in einer digitalisierten Lebens- und Arbeitswelt gleiche Chancen haben. Zum Recht auf digitale Teilhabe gehören Schutzrechte wie das Recht auf den Schutz der Privatsphäre, der Schutz vor Diskriminierung, Mobbing und Belästigung ebenso wie Förderrechte, also die Befähigung zu kompetenter Mediennutzung. Jugendhilfeeinrichtungen sind gefordert, ihrem gesetzlichen Erziehungs-´und Bildungsauftrag gerecht zu werden, die Mediennutzung sowie das Medienhandeln von Heranwachsenden in den Blick zu nehmen, adäquat zu begleiten und sie vor Gefährdungen zu schützen.

Einrichtungen der stationären und teilstationären Hilfen zur Erziehung bieten sich aufgrund ihres alltags- und lebensweltorientierten Charakters als geeignete Orte für medienerzieherische und medienkompetenzfördernde Maßnahmen und zum Abbau digitaler Ungleichheiten an. Diese Aufgabe stellt die Einrichtungen vor große Herausforderungen, die nur mit umfassenden Konzepten zu rechtlichen und pädagogischen Standards wie auch zu den notwendigen Rahmenbedingungen konstruktiv bewältigt werden können. 

Die professionelle Begleitung und Unterstützung der Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen im pädagogischen Alltag der Einrichtungen ist nur möglich, wenn Zugänge vorhanden und nutzbar sind. Dabei sind die spezifische Arbeitsstruktur und die Zielgruppen der einzelnen Einrichtung zu berücksichtigen. Mit der Entwicklung und Umsetzung einer medienpädagogischen Konzeption soll medienpädagogisches Handeln als Bestandteil pädagogischen Arbeitens etabliert werden.

Das Angebot MeKoH richtet sich an Einrichtungen, die eine medienpädagogische Konzeption für ihre Arbeit entwickeln möchten. Ab 2021 bieten wir dazu - in Kooperation mit dem KVJS-Landesjugendamt - eine entsprechende Fortbildung an. Mehr Informationen 

Information und Beratung

Henrik Blaich
Tel. 07 11/2 37 37 18

Ursula Kluge
Tel. 07 11/2 37 37 17