Ausgaben 2015 - 2017

ajs-informationen 2/2016
Suchtprävention heute - Basics & More

In den Medien gibt es sehr widersprüchliche Informationen zum Konsum von Suchtstoffen bei Jugendlichen: Der Zigarettenkonsum erreicht aktuell einen Tiefstand, gleichzeitig liegen E-Shishas und E-Zigaretten in knallbunten Farben im Trend, Immer weniger Fälle von „Komasaufen“ werden registriert, jedoch steht der steigende Konsum von „Legal Highs“, „Partypillen“ und leistungssteigernden Substanzen dieser positiven Entwicklung entgegen. Verlässliche Orientierungen für Fachkräfte werden schwieriger, Gefährdungen sind schwerer zu erkennen, werden nicht frühzeitig wahrgenommen oder unterschätzt.

Aus Sicht des Jugendschutzes bedeutet Suchtprävention Jugendliche zu befähigen, eigenverantwortlich mit den Verlockungen psychoaktiver Substanzen umzugehen und ihnen zu widerstehen. In einer sich wandelnden Gesellschaft sind dazu neue Strategien und Konzepte notwendig. Anregungen dazu geben die Beiträge in diesen ajs-informationen, die sich mit aktuellen Themen, Fragestellungen und Entwicklungen im Bereich der Suchtprävention auseinandersetzen.

Dr. Hans-Jürgen Hallmann
Suchtprävention für junge Menschen: Entwicklungen – aktueller Stand – künftige Herausforderungen

Prof. Dr. Volker Auwärter
Wie gefährlich darf’s denn sein? Riskantes Konsumverhalten und Trenddrogen jugendlicher Konsumenten

Jules Goetzke
Vision einer drogenmündigen Gesellschaft

Barbara Stauber 
Jugendkultureller Alkoholkonsum – wo genau ist das Problem?

Bertold Koletzko, Maya Götz, Hildegard Debertin, Heinz Michael Boeckler
Kindergesundheit: Ambivalenz des Medienkonsums

Katja Schnell, Iris Wurmbauer Seite
Arbeitsstrukturen der Suchtprävention
in Baden-Württemberg auf Landesebene

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ajs-informationen 1/2016
Gendersensible Pädagogik

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Nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) sollen alle Menschen gleich behandelt werden und gleiche Chancen haben. Um das zu erreichen, müssen wir uns immer noch für den Abbau von Benachteiligungen (Diskriminierungen), für gleiche Teilhabe (Partizipation) und für eine von tradierten Rollenmustern freie, selbstbestimmte Lebensgestaltung der Geschlechter (echte Wahlfreiheit) einsetzen.

Grund genug für eine Bilanz, was in pädagogischen Arbeitsfeldern im Hinblick auf Geschlechtergerechtigkeit bzw. Gendersensibilität erreicht wurde. Was hat sich entwickelt, welche neuen Fragestellungen gibt es? Aktuell: Wie können in pädagogischen Arbeitsfeldern unterschiedliche Geschlechtsidentitäten von Heranwachsenden berücksichtigt werden, auch wenn sich diese nicht eindeutig zuordnen können oder wollen. Die unterschiedlichen Aspekte werden in den Artikeln in diesem Heft beleuchtet.


Claudia Wallner
 
Zwischenbilanz Mädchen*arbeit

Landesarbeitsgemeinschaft Mädchenpolitik Baden-Württemberg
Mädchenarbeit braucht Mädchenpolitik!

Kai Kabs-Ballbach
Jungenarbeit, Jungenpolitik und geschlechterbezogene Arbeit – eine Bilanz

LAG Jungenarbeit Baden-Württemberg e.V. (LAGJ)
Männlichkeitsanforderungen als Ausgangspunkt der Jungen*arbeit

Almut Schnerring und Sascha Verlan 
Die Rosa-Hellblau-Falle oder die Illusion von der gleichberechtigten Kinderwelt

Nicola Döring 
Gendersensible Förderung von Medienkompetenz: Was ist zu tun?

Tina Umlauf
Titelbild und Bildpaare im Heft

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ajs-informationen 2/2015
Angekommen? Kinder und Jugendliche nach der Flucht

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60 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht, in Deutschland wird für 2015 mit 1 Mill. gerechnet – etwa 1% der Gesamtbevölkerung. Ein Ende der Fluchtbewegungen ist nicht in Sicht. Der Druck und die Hektik, die durch die große Zahl der Flüchtlingen vielerorts entsteht, sind Ausdruck davon, dass zu wenig vorbereitet und zu viel (z.B. Sozialer Wohnungsbau) unterlassen wurde.

Der Umgang mit der aktuellen Situation ist vielfältig und widersprüchlich: Einrichtung neuer Arbeitsstellen in Eilverfahren, hoher Einsatz der Fachkräfte und eine große Welle der Solidarität mit vielen ehrenamtlichen Helfer/-innen auf der einen Seite. Ablehnung und rassistisch motivierte Gewalt gegen Unterkünfte und Menschen auf der anderen Seite. Und bei vielen Menschen immer wieder Verunsicherung aufgrund der Menge der Schutz Suchenden, die die Zahl der Aufgenommenen nach dem 2. Weltkrieg übersteigen wird.

Jugendhilfe und Schule stehen vor der Aufgabe, diese Kinder und – so vorhanden – ihre Eltern zu unterstützen, ihre verbrieften Rechte in Anspruch zu nehmen. Denn das KJHG gilt für alle Kinder in Deutschland. Dabei muss zugleich die Balance gehalten werden zwischen den Neuankömmlingen und denen, die schon zuvor auf Unterstützung angewiesen waren und dies auch weiterhin sein werden. Eine Zielgruppe darf nicht gegen die andere ausgespielt werden. Personal aus Jugendhäusern oder KiTas in die Flüchtlingshilfe zu verlegen, wird neue Konflikte schaffen. Als wäre all das nicht schon genug, muss auch das unverzichtbare Engagement der Ehrenamtlichen begleitet und die Vernetzung mit professioneller Arbeit koordiniert werden.

Angesichts der dynamischen Entwicklungen kann diese Ausgabe der ajs-informationen nicht tagesaktuell sein. Vielmehr möchten wir einige, uns wichtig erscheinende Aspekte zur Diskussion und grundlegende Informationen zusammen stellen.

Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ
Kind ist Kind! – Umsetzung der Kinderrechte für Kinder und Jugendliche nach ihrer Flucht

Andreas Linder
Asylrecht: Basiswissen für Lehrerinnen, Lehrer, Sozialpädagoginnen, Sozialpädagogen und Ehrenamtliche

Interview mit Thomas Köck
Die Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (UMF) im Christophorus Jugendwerk Freiburg

Interview mit Wahed Alizade
Das Schwierigste ist Vertrauen … 

Ulrike Schneck
Traumatisierte jugendliche Flüchtlinge

Praxiserfrahrungen u.a. aus den Arbeitsfeldern Kindertagesstätte, Schule, offene und verbandliche Kinder- und Jugendarbeit verbandliche Kinder- und Jugendarbeit und aus der ehrenamtlichen Arbeit.

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[1] vgl. www.unhcr.de/presse/nachrichten/artikel/be170c36ad381019e5f0f71941cd9543/warum-fluechtlinge-nach-europa-kommen.html

ajs-informationen 1/2015
Konfrontation in der Pädagogik

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Konfrontation in der Pädagogik – dieses Thema ist spätestens seit dem Bekanntwerden der Konzepte zu "Konfrontativer Pädagogik" ein fortwährender Stein des Anstoßes. Sie versprachen Erfolg im Umgang mit gewalttätigen Jugendlichen, die (wiederholt) schwere Körperverletzung ausübten und die mit gängigen pädagogischen Ansätzen nicht zu erreichen waren. Für diese Jugendlichen wurden Anti-Aggressivitäts-Trainings, mit und ohne "heiße Stuhl", angeboten. Hier sollte mit einer Mischung aus Empathie und unnachgiebiger Direktheit ein Kontakt zu einer widerständigen Klientel entstehen und zur Verhaltensänderung angeregt werden. Später wurde die Indikation abgesenkt auf Jugendliche mit grenzverletzendem Verhalten, neben Einrichtungen der Jugendhilfe wurde Schule vermehrt zum Einsatzort.

Die Kritik an diesen Konzepten entzündete sich im Wesentlichen an drei Punkten: der Behauptung die "ultima ratio" zu sein, denn Jugendhilfe habe – vor der Gefängnisstrafe – keine anderen wirksamen Mittel; der Unterstellung, Gewalttäter und Gewalttäterinnen missverstehen Freundlichkeit als Schwäche und brauchen "hartes Durchgreifen"; der Erfahrung, dass manche pädagogische Fachkräfte unter dem Banner der Hilfe ihre Macht missbrauchen und Klienten "fertigmachen".

Nachdem wir bereits 2006 diesen Themenschwerpunkt in den ajs-informationen aufgegriffen hatten, interessierte uns, wie sich der Diskurs weiter entwickelt hat. Und diesmal fassen wir „Konfrontation“ weiter: Neben der Rückmeldung von Fachkräften an Jugendliche geht es uns auch um die Gegenrichtung – die Konfrontation von Fachkräften durch Jugendliche – sowie um Konfrontation von Fachkräften untereinander. Und nicht zuletzt um die daraus entstehenden Wechselwirkungen.

Christoph Schallert
Konfrontative Pädagogik trifft RAP - Plädoyer für kultivierte Konfrontationen im richtigen Augenblick

Susann Bochert und Nina Jann
Beschweren erlaubt! Bedingungen der Implementierung von Beschwerdeverfahren in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe - Ergebnisse des Forschungsprojekts BIBEK

Birte Brinkmann
Kommunale Jugendarbeit und Schule - zwei Systeme gehen aufeinander zu

Linda Behrisch und Arno Bratz
Für welche Welt erzieht ihr uns?

Ausserdem Interviews mit Jugendlichen, die in Einrichtungen der Jugendhilfe betreut werden.

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