Unaufgeregt wertvoll!
Online-Seminarreihe zu sexueller Bildung von Kindern und Jugendlichen

Sexualerziehung ist Teil jeglicher Erziehung. Sie geschieht. Bewusst oder unbewusst. Alle, die mit Heranwachsenden zu tun haben, sind beteiligt. Sexuelle Bildung schafft alters- und geschlechtergerechte Lernorte. Sie vermittelt grundlegendes Wissen zu Sexualität wie auch Verhaltens- und Kommunikationsregeln, die auf gegenseitigem Respekt basieren. Das Verhältnis zum eigenen Körper und die Möglichkeit, Gefühle und Unsicherheiten auszudrücken, sind zentral bei der Entwicklung persönlicher Identität. Bewusst gestaltete Angebote begleiten dabei, sich und andere zu verstehen. Selbstbestimmte und gut informierte Kinder und Jugendliche haben bessere Chancen, ihre sexuelle Identität und ihre Beziehungen zu gestalten ohne vermeidbare Risiken einzugehen. Sexuelle Bildung schützt vor sexualisierter Gewalt.

Pädagogische Fachkräfte und Bezugspersonen brauchen Hintergrundwissen und Ideen, um junge Menschen im Umgang mit der „Entwicklungsaufgabe Sexualität“ unterstützen zu können. 

Das Fachreferat Sexualpädagogik und Prävention sexualisierter Gewalt bietet eine Online-Reihe zum Thema an. Die einzelnen Online-Angebote greifen grundlegende Bereiche sexueller Bildung auf. Neben einem theoretischen Input erhalten pädagogische Fachkräfte und Interessierte die Möglichkeit, in den Diskurs zu gehen und Fragen zu stellen.

Themen und Termine

Die Online-Seminare finden jeweils von 10:00-12:30 Uhr über Zoom statt und können unabhängig voneinander gebucht werden.
TN-Gebühr pro Online-Seminar: 25,00 Euro, TN-Beschränkung: 30 Personen

Zur Anmeldung, Übersicht aller Termine als PDF

22.03.2023 Psychosexuelle Entwicklung von Kindern und Jugendlichen

Magdalena Heinzl, sexOlogisch, Puchenau

Wir alle sind sexuelle Wesen - von Geburt an bis zum Tod. Die eine, für alle gleiche Sexualität, gibt es nicht. Wie auch bei anderen Entwicklungsbereichen, findet die sexuelle Entwicklung individuell statt und hängt davon ab, welche Lernumgebungen zur Verfügung gestellt werden können. Wie sieht die kindliche sexuelle Entwicklung aus und wie können Bezugspersonen Räume schaffen, in denen lustvolles Wahrnehmen und Ausprobieren möglich sind. Das Online-Angebot

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vermittelt sachlich fundiertes Basiswissen. Im gemeinsamen Austausch möchten wir uns auch mit Ihren Fragen beschäftigen, um herauszufinden, welche Unterstützung Kinder und Jugendliche brauchen und was wir ihnen geben können, um sie auf dem Weg, hin zur sexuellen Selbstbestimmung zu begleiten. 

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05.04.2023 Gendersensible Sexualpädagogik: Mädchen*

Nadine Preisach-Podchull & Isabel Mentor, Mädchen*gesundheitsladen e.V., Stuttgart 

Die Entwicklung einer eigenen sexuellen und geschlechtlichen Identität gehört für Mädchen* und junge Frauen* zu den zentralen Entwicklungsaufgaben in der Pubertät und Adoleszenz. Sexualität kann sich für Mädchen* und junge Frauen* vielfältig, bunt und mutig aber auch verunsichernd darstellen. Mädchen* und junge Frauen* auf diesem Weg zu begleiten und dabei Orientierung zu bieten,

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ist eine zentrale Aufgabe der Mädchen*arbeit. Grundlage für Angebote im Bereich der sexuellen Bildung ist eine klare eigene Haltung der Pädagogin* gegenüber den vielen Facetten des Themenkomplexes Sexualität, sexuelle Orientierungen und geschlechtliche Identitäten. Dies erfordert eine prozessorientierte Selbstreflexion eigener Werte und Ansichten. Welche Fragen beschäftigen Kinder und Jugendliche, wie können sie inhaltlich aufbereitet werden und welche Themen sind immer Bestandteil der sexualpädagogischen Arbeit mit Mädchen*? Im gemeinsamen Austausch werden wir uns auch mit Ihren Fragen beschäftigen und gemeinsam überlegen, wie wir junge Menschen begleiten und unterstützen können.

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27.04.2023 Gendersensible Sexualpädagogik: Jungen*

Daniel Deggelmann, profamilia e.V., Stuttgart 

Geschlechtsspezifische sexualpädagogische Angebote vermitteln wertschätzend, fachkundig und reflektiert grundlegendes Körperwissen. Je nach biologischem Geschlecht sind körperliche Vorgänge und Veränderungen unterschiedlich. Entwicklungsphasen finden in der Regel nicht einheitlich statt. Trotz gleichen Alters sind Fragen und Anliegen der jungen Menschen deshalb häufig sehr breitgefächert und mit Fragen zu Sexualität muss entsprechend achtsam und schamsensibel umgegangen werden. Daher bewährt es sich weiterhin in der Praxis, 

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die Gruppenangebote nach Geschlechtern zu trennen. Gendersensible Sexualpädagogik bedeutet allerdings, gängige Stereotypisierungen zu hinterfragen, individuelle Identitätskonstruktionen zu achten und Diskriminierungen aller Art zu vermeiden. Im Fokus des Online-Seminars stehen alle jungen Menschen mit biologisch männlichen Geschlechtsmerkmalen, Trans- und Interpersonen miteingeschlossen. Welche Fragen beschäftigen Kinder und Jugendliche, wie können sie inhaltlich aufbereitet werden und welche Themen sind immer Bestandteil der sexualpädagogischen Arbeit mit Jungen*? Im gemeinsamen Austausch werden wir uns auch mit Ihren Fragen beschäftigen und gemeinsam überlegen, wie wir junge Menschen begleiten und unterstützen können.

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17.05.2023 Queere Basics in der Kinder- und Jugendarbeit

Helene Weber & Coco Walter, Regenbogen.Bildung.Stuttgart

Sexualität ist ein wichtiger Teil der menschlichen Entwicklung und Identitätsbildung. Queere junge Menschen merken häufig schon bald, dass sie sich mit der sozialen Norm nicht identifizieren können. Auch wenn sich die Gesellschaft immer mehr öffnet, ist die binäre Sichtweise noch fest in den Köpfen verankert. Nur jede:r zehnte queere Heranwachsende gibt an, die innere Bewusstwerdung sexueller Orientierung und Identität sei leicht gewesen. Ängste, Belastungen, Unsicherheiten und

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Diskriminierungen sind oft die Folge. Vielfalt kann manchmal auch überfordern. Was ist normal? Was darf sein? Wo stehe ich? Was mache ich, wenn ich merke, dass ich „anders“ bin? Das Online-Seminar vermittelt Wissen über die Vielfalt von Geschlecht, sexueller Orientierung und Lebensweisen queerer Menschen. Im gemeinsamen Austausch werden wir uns auch mit Ihren Fragen beschäftigen und gemeinsam überlegen, wie wir Kinder und Jugendliche begleiten und unterstützen können. 

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21.06.2023 Lost in Translation? - Kultursensible Sexualpädagogik

Karoline Heyne, Beziehungsweise Wachsen, Leipzig

Einstellungen zu Sexualitäten und Beziehungen sind beeinflusst und geprägt durch die eigene Biografie, den familiären Umgang und durch gesellschaftliche Traditionen und Gewohnheiten. Sie sind den Menschen vertraut und letztlich die „Sprache“, die innerhalb der eigenen Gruppe verstanden wird. Im Kontakt mit dem scheinbar anderen und „fremden“ wird deutlich, dass nicht immer und überall gleich gesprochen wird, dass sich Traditionen, Überzeugungen und Gewohnheiten unterscheiden können. Gerade im Bereich der intimen und identitätsstiftenden Sexualität, kann diese Empfindung verunsichern.
Sexuelle Bildung kann für junge Menschen mit Migrationsgeschichte ein Balanceakt zwischen

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dringend notwendiger, oft auch gewünschter Aufklärung und einer beschämenden Aufforderung sein. Wie kann es gelingen, Heranwachsende verschiedener Kulturen zu ermutigen, sich im geschützten Rahmen selbst bewusst zu werden, andere Sichtweisen zu reflektieren und sich mit dem Thema Sexualität auseinanderzusetzen, ohne davon überfordert und überrollt zu werden? Im gemeinsamen Austausch werden wir uns auch mit Ihren Fragen beschäftigen und gemeinsam überlegen, wie wir junge Menschen begleiten und unterstützen können.

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20.07.2023 Sexuelle Bildung bei Kindern und Jugendlichen mit Lernschwierigkeiten

Lennart Seip, Liebelle e.V., Mainz

Die Sexualität eines Menschen erstreckt sich von der Geburt an über alle Lebensphasen. Jede Lebensphase ist mit verschiedenen Entwicklungsaufgaben verknüpft. Besonders für Menschen mit einer geistigen Behinderung und ihre Bezugspersonen stellt das Thema Sexualität häufig eine große Herausforderung dar. Beziehungserfahrungen in Freundschaften und Partnerschaften sind nicht selten von Unsicherheiten, auch von Seiten der Eltern und Angehörigen, begleitet. Möglichkeiten der Aufklärung und die Unterstützung einer

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positiven Auseinandersetzung mit der eigenen Identität, dem eigenen Körper und den eigenen Gefühlen sind für die sexuelle Entwicklung sowie eine selbstbestimmte Lebensführung zentral. Vor dem Hintergrund dieser Aspekte stellt der Eintritt in die Pubertät häufig einen Wendepunkt im Leben der jungen Menschen und ihres sozialen Umfelds dar. 

Die Veranstaltung vermittelt Grundlagen der psychosexuellen Entwicklung bei Menschen mit Lernschwierigkeiten. Des Weiteren werden verschiedene Methoden und Materialien vorgestellt, die sich in Bildungs- sowie Beratungspraxis bewährt haben.

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