Gewalt­prävention

bedeutet

  • handlungsfähig bleiben bei Konflikten und Gewalt
  • zu lernen, Konflikte konstruktiv zu lösen
  • kompetent in Deeskalation und Konfrontation zu sein
  • strukturelle Bedingungen für die Entstehung von Gewalt einzubeziehen

Information und Beratung

Lothar Wegner
Tel. (07 11) 2 37 37 14

Die Sensibilität für Gewalt unter Jugendlichen ist gestiegen. Das ist zu begrüßen, geht aber zugleich mit einer falschen Einschätzung der Häufigkeit von Gewalttaten von Jugendlichen einher: diese ist im Zehn-Jahres-Vergleich leicht rückläufig. (LKA Baden-Württemberg, Sicherheitsbericht 2017, S. 32 f.)

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Deshalb sind Skandalisierungen sowie die periodisch wiederkehrenden Forderungen nach härteren Bestrafungen aus unserer Sicht fehl am Platz. Zugleich muss Jugendgewalt ernst genommen werden. Denn Gewalt steht einer guten sozialen Entwicklung im Jugendalter im Weg: bei den Betroffenen wie auch bei den Ausübenden. Dies gilt insbesondere dann, wenn sie zum Verhaltensmuster wird. Diese Sichtweise ist die Grundlage für pädagogische Angebote der Gewaltprävention.

Damit Gewaltprävention nicht alle Kinder und Jugendlichen universell unter einen Generalverdacht stellt, sollte sie anlassbezogen sein. Das bedeutet, erst nachdem sorgfältig herausgefunden wurde, welche Gewalt im jeweiligen Kontext (Jugendgruppe, Verein, Wohnviertel, Schule…) tatsächlich auftritt, werden Angebote zu deren Vermeidung oder zumindest Verringerung entwickelt. Dazu werden zunächst die Gründe für das Entstehen der Gewalt ausfindig gemacht. In diesen Verstehens- und Entwicklungsprozess werden alle einbezogen, Fachkräfte wie Jugendliche als „Expert_innen in eigener Sache“. Dabei wird auch die in der jeweiligen Einrichtung gelebte Kommunikations- und Konfliktkultur kritisch reflektiert.

Unsere Angebote zielen auf

  • Förderung der Kommunikationskompetenz bei Konflikten
  • Sensibilisierung für Situationen im öffentlichen Raum, in denen es zu Gewalthandeln kommen kann 
  • körperliche Sensibilisierung für den Umgang mit Grenzen und Kraft
  • bewusstes Einsetzen von Eskalations- und Deeskalations-Strategien bei „heißen“ Konflikten
  • reflektiertes Anwenden-Können des Mittels der Konfrontation-für ausgewählte Situatione
  • Reflexion der Vorbild-Funktion von Erwachsenen
  • Erweiterung des Handlungsrepertoire von Fachkräften, um ihre Sicherheit im „pädagogischen Alltagsgeschäft“ zu erhöhen
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Handlungsfähig bleiben -
bei Konflikten und Gewalt

Dieses Trainingsprogramm bieten wir Fachkräften der Erziehungshilfen vor Ort in ihren Einrichtungen an. Das Programm besteht aus einzelnen Bausteinen, deren verbindendes Ziel es ist, das fachliche Handeln zu stärken, um sicherer zu werden in der Prävention von und Intervention bei Gewalt.

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Schwerpunkte der einzelnen Bausteine sind z.B. mediative und konfrontative Konfliktregelung, Deeskalation, Umgang mit sexualisierter Gewalt, interkulturelle Konfliktkompetenz und Medienkompetenz. Die Bausteine sind aufeinander abgestimmt, können jedoch nach Bedarf einzeln gebucht werden. Als In-House-Angebot kann das Training zudem mit den Rahmenbedingungen in Ihrer Einrichtung abgestimmt werden.

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Publikationen zum Thema

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